Motorschaden?

  • Daewoo Lanos 1.5 SOHC Motorgeräusch/Schaden 🤔
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    Hallo Gemeinde, ich hatte jetzt relativ lange Ruhe und keine besonderen Probleme mit meinem Lanos.

    Aber nun, nach ca 24.000 gemeinsamen Kilometern macht mein Motor dieses Geräusch (YT-Link) kommt vom 3.oder4. Zylinder.

    Ölwechsel wurden immer gemacht (5w-40 weil Winterauto)

    Nockenwelle und Kipphebel sehen gut aus, nix eingelaufen.

    Hab auch schon ein Hydrostößeladditiv mit rein, ohne Erfolg.

    In der Werkstatt tippen die auf einen Lagerschaden...das wäre natürlich schlecht..

    Interessant finde ich noch, daß das Geräusch ca. 2 Wochen nach dem letzten Ölwechsel aufgetreten ist..

    Von daher war meine Theorie ein verstopfter Hydrostößel durch gelöste Partikel im Öl.. Aber die seien, zumindest lt meinem Mechaniker in Ordnung.

    Hat jemand von euch noch eine Idee?

    Der Motor verbraucht kein Öl und der Verbrauch liegt aktuell zwischen 6,8 - 7.3l

    Danke schon mal für eure Tips /Hilfe

  • Moin,


    du meinst das hochfrequente Rattern/Rasseln? Für Kurbelwellenlagerschaden ist das zu schnell. Daher tippe ich wie du auf Nockenwelle. Hydrostößel fangen eigentlich langsam an mit klappern bei kaltem Motor und verstummen nach wenigen Sekunden. Irgendwann hämmern sie auch bei warmen Motor. So plötzlich sterben die ehr selten, nur auschließen kann man das nicht.


    Grundsätzlich läuft der Motor super rund, finde ich.

    Nach Abgasen riecht es da im Motorraum nicht? Ändert sich das Geräusch wenn der Motor kalt ist? Springt er schlecht an?

    Guck dir mal die Zündkerzen und Zündkerzenstecker an. Überspringende Zündfunken, machen ähnliche Geräusche.


    Wie gesagt, ich stimme dir zu, Hydrostößel, evtl. Kipphebel? Wobei letzteres ehr ungewöhnlich wäre. Ein Satz Hydros kosten ~50€??


    Zahnriemen müßte man leider entspannen, wenn man die Nockenwelle ausbauen will. Was wieder eine undichte WaPu zu Folge haben könnte, weil man die ja glaube zum Ent-/Anspannen verdrehen mußte. Man könnte es auch polnisch machen und den Motor in OT drehen, dann den Zahnriemen mit Kabelbindern auf dem Nockenwellenrad fixieren und dann das Nockenwellenrad abschrauben. An die Nockenwelle paßt das Rad eh nur in einer Position und man hätte so genau die gleiche Position und Spannung wie vor dem Zerlegen....theoretisch. Müßte man dann halt an der Spannrolle ablesen.


    Um die Hydros raus zu bekommen, braucht man einen Spanner, mit dem man die Ventilfeder runter drücken kann. Nur so bekommt man den Kipphebel weg und kann den Stößel entnehmen bzw. auch am Ende die Nockenwelle ausbauen. Die Nockenwelle immer so drehen, das man gut den Hebel entnehmen kann. Sind alle raus, das NW-Rad wie oben mit dem Riemen fixieren dann erst abbauen.

    Ich weiß jetzt nicht ob die Nockenwelle wirklich raus muss, oder man die Stößel auch so vorbei bekommt. Wenn ja, dann kann man sich das mit dem Zahnriemen komplett sparen. Schon lange her, das ich in so einen Motor blicken durfte. Evtl. mal in Foren/Videos schauen, wie die das bei den Kadett E mit OHC Motoren gemacht haben.


    Dass das Zeug auch immer im Winter Probleme machen muss.... :smt012


    Tschau Norman

  • Hi Norman,

    Ja, das hochfrequente unangenehme metallische Geräusch, das nur bei bestimmten Drehzahlen present ist(im Video z.B. bei/ab Min. 0,35). Abgasgeruch o.ä. Hab ich nicht feststellen können, der Motor läuft sonst auch gut. Ich kann zumindest keine Veränderung im Fahrverhalten feststellen.

    Starten tut er ganz normal, sowohl kalt als auch warm.

    Kerzen hab ich zu Saisonbeginn neu, hab mal die Super 4 von Bosch ausprobiert. Zündfunkenübersprung hab ich nur wenn ich die Metallhülsen auf den Kerzensteckern hab (selbst bei nagelneuen Kabeln 🤷🏻‍♂️) deswegen lass ich die weg.

    Am Abgaskrümmer ist, meine ich der obere Stehbolzen am 4. Zylinder ein wenig Lose (und lässt sich nicht mehr Fest drehen) aber das leichte abblasen verschwindet sobald der Krümmer warm ist und klingt eigentlich auch anders.

    Für mich klingt das wie ein schlagen von Metall auf Metall ähnlich einem zu großen Ventilspiel.

    Das Geräusch kommt aber meist erst wenn der Motor betriebswarm ist. Im kalten Zustand hört man es kaum und in der warmlaufphase ist es fast ganz weg, es muss also irgendwie auch mit der Ölviskosität zusammen hängen.

    Hatte schon überlegt ein 5w50 reinzumachen.

    Die polnische /russische Methode hab ich auf YT gesehen, die verwenden da auch ein selbstgemachten Ventilspanner aus aus einer Langnuss und einer Schraube mit großen Unterlegscheiben.. Bin mir nur nicht sicher ob ich das daheim in der Einfahrt mal eben schnell gemacht bekomme 🙈

    In den Videos sieht das super simpel aus, aber wenn man es dann selbst macht, ist es immer was anderes..


    Gruß Stefan

  • Moin,


    das Ventil dehnt sich bei Wärme aus und dann trifft es evtl. den Kolben der nach oben rauscht. Problem könnte halt ein langsam arbeitender Hydrostößel sein. Sprich der gibt das Öl nicht mehr/zu langsam ab und darum bleibt das Ventil etwas zu lange offen. Der Motor ist halt kein Freiläufer.

    Wenn da da mit einem Endoskop über den Kerzenschacht in den Zylinder guckt, sieht man evtl. die Einschlagsstelle auf dem Kolben.


    Vorallem bei dem Wetter würde ich das nicht in der Einfahrt machen. Das isrt schon etwas, wo man ein Dach übern Kopf haben sollte. :wink:


    Tschau Norman

  • 🤔 Hmm denkst Du wohl da hat ein Ventil schon den Kolben erwischt und das macht das Geräusch? Das wäre natürlich auch nicht so geil 🤦🏻‍♂️

    Aber dann wäre das Geräusch ja immer da.. Und würde dann denn der Motor nicht schlechter laufen?

    Wir gesagt er braucht weder Öl noch übermäßig Sprit o. ä.

    Kann auch zunächst einfach noch mal ein Hydrostößel Additiv reinschütten und schauen ob sich da was verändert.

    Denkst Du ich kann trotzdem so erst einmal weiterfahren ohne das was Größeres dazu kommt... Ich mein eine Garantie kann mir da keiner geben, aber ich fahre mit dem Geräusch jetzt schon gute 1000km und es hat sich zumindest nicht verschlimmert 🙈

    Ich denke ich muss auf alle Fälle warten bis das Wetter besser wird, oder bis Saisonende im April..

  • Moin,


    also ich höre das Geräsuch immer, wenn man du am Gaszug ziehst, es ändert nur seine Frequenz/wird lauter, wenn du bei 0:35 mehr ziehst. Das würde ich mir mit den höheren Kolbengeschwindigkeit erklären. Der bewegt sich ja dann schneller, aber wenn der Stößel gleich "sturr" bleibt, schleißt das Ventil halt gleich langsam und der Kolben hämmert ihm also noch etwas mehr auf den Teller.


    Kann wie gesagt auch ein Kipphebelspiel sein, was hier so hämmert. Das hört sich alles nicht viel anderst an. Aber Lagerschaden, wie von der Werkstatt vermutet, würde ich ausschließen. Und wenn die Nockenwelle gut aussieht, bleibt nicht mehr viel über.


    Ich hab erst einmal vor einem Motor gestanden, wo der Zahnriemen verstellt war...war glaube ein roter 1,4er Lanos und da waren es gleich 2 Zähne. Bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob er dann den Kopf überholen mußte, oder nachdem wir den Riemen neu aufgelegt hatten, wieder okay war. Das ist alles über 20 Jahre her. Ich weiß nicht mal mehr, ob ich den Riemen am Ende gemacht habe oder er ihn wieder zur Verursacherwerkstatt geschafft hat. Das klang aber von der Frequenz ähnlich, nur viel viel lauter und metallischer. Aber 2 Zähne ist bei einem Nichtfreiläufer schon viel und es hämmern ja dann praktisch alle Ventil auf ihre Kolben. Bei dir ist es nur auf einem Zylinder, würde ich sagen und nicht so extrem.


    Frag einfach mal im Bekanntenkreis nach, ob einer so ein Endoskop hat. Hab mir letztes Jahr auch eines gekauft. Ein Arbeitskollege hat auch eines usw.... also ist nicht mehr so selten. Damit kannst du mal in den Brennraum schauen.


    Weiterfahren, ja, besser wird es nicht, aber wenn die Ventile wirklich nicht auf die Kolben schlagen, könnte das noch eine Weile ohne Folgeschäden gut gehen. Drehzahl halt klein halten.


    Nochmal ein Additiv wäre Verschwendung. Das Zeug hat dickere Partikel, was das Öl "andickt" und somit die Fließgeschwindigkeit reduziert auch das Geräusch dämmt. Keine Ahnung ob das jetzt noch hilft, wenn die erste Ladung schon ins Leer lief. Ich würde maximal vor dem nächsten Ölwechsel so eine Ölspülung rein machen und den Motor dann im Stand 5 bis 10 Minunten laufen lassen und das warme Öl ablassen. Aufpassen, das ist extrem heiß und durch das Additiv sehr sehr flüssig.


    Was natürlich auch sein kann, das der Öldruck nicht mehr paßt und der 4 Zylinder dann entsprechend etwas verhungert?? Müßte man den Öldruckschalter ausbauen und den Öldruck bei laufenden Motor mit einer Messuhr messen. Wobei der Motor jetzt keine 100tkm runter hat und eine defekte Pumpe ehr ungewöhnlich ist. Maximal dass das Absaugsieb in der Wanne zu ist, nur wieso sollte das so sein? Da müßte sich ja was massiv aufgelöst haben, z.b. Flächendichtung von der Ölwanne oder so. Ich glaube ich denke hier an der Stelle etwas zu dramatisch, aber per Öldruckmessung könnte man das Thema schnell abhaken.


    Tschau Norman

  • Ja,. Muss ich mir mal besorgen /ausleihen und sehen was da in den Zylindern los ist (hoffentlich nix 🙈)

    Und dann hoffen, dass das Wetter mal besser wird und ich die Zeit finde noch mal nach den Hydros, Kipphebeln usw zu sehen... Momentan geht das leider zeitlich alles gar nicht 🙈

    Ich hoffe einfach er hält jetzt noch so ein bisschen durch...

    Es ist wie immer spannend...

    Weißt Du zufällig was für eine Größe die Ventildeckelschrauben haben, weil dann könnte ich versuchen dass wie in einem der russischen Videos zu machen und die Ventilfedern mit einer Konstruktion aus Gewindestange, Unterlegscheiben und einer Langnuss vorspannen um an die Kipphebel&Co zu kommen..

    Gruß Stefan

  • Moin,


    das weiß ich jetzt so nicht. Bei 10er SW sollte das M6 sein. Wenn das SW 12/13 ist, dann M8. Zur Not, schraub einfach mal eine raus.

    Ich weiß jetzt nicht wie die Kontruktion mit der Nuss genau aussieht, aber du drückst ja auch nur auf den Ventilfederteller. Wenn du das machst, bissel gucken, dass das Ventil dabei auch runter geht und du nicht nur die Feder zusammen drückst. Denn wenn du die Feder weit genug kompremierst, dann fallen oben die beiden kleinen Keile raus, die den Teller am Ventil fixieren. Wenn die raus fallen, dann ist das Ventil frei und fällt in den Brennraum. Wenn du Pech hast und der Kolben weit genug unten ist, dann kannst du den ganzen Motor zerlegen, um das wieder raus zu holen.


    Also beim Anpsannen der Konstruktion, zwischendurch immer mal auf den Kippelhebel von oben Druck geben, damit das Ventil auch mit nach unten geht. Der drückt ja direkt auf das Ventil. Beim Anspannen muss der Kipphebel ja auch immer mehr Spiel bekommen. Daran merkst du ja, dass das Ventil mit nach unten geht. Das nur als kleiner Tipp.

    Falls du neue Stößel verbauen willst, leg die Dinger wenn du mit der Arbeit beginnst, in eine Schale mit Öl, damit die sich bissel vollsaugen können. Dann schäppert das nicht so dolle beim Neustart.

    Die alten Stößel mal versuchen mit einer Zange zusammen zu drücken. Evtl. merkst du dann ja schon einen Unterschied in der Gängigkeit.


    Tschau Norman

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